Insel Borkum

Borkum ist die "erste allergikerfreundliche Insel Europas"!

Borkum - das sind gut 30 Quadratkilometer Sandinsel. Nicht eben viel (Rügen ist ca. 30-mal so gross, Mallorca 100-mal), aber "der schönste Sandhaufen Deutschlands". Kilometerlange herrliche Sandstrände - insgesamt 26 Kilometer, dazu ein wirklich gutes Angebot an Unterkünften, Gastronomie und Erlebnis.
Das ganze dann noch mitten im Weltnaturerbe "Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer".

Vielleicht das beste aber ist die Luft: Im März 2013 hat die Insel das begehrte ECARF-Qualitätssiegel (European Centre for Allergy Research Foundation, eine gemeinnützige Stiftung ) erhalten - sie ist damit die erste allergikerfreundliche Insel Europas. Neben dem Ostseebad Baabe auf der Insel Rügen ist Borkum damit derzeit wohl die einzige Urlaubsdestination in Norddeutschland, die dieses Siegel verliehen bekommen hat.
Dazu hat die Stadt in Zusammenarbeit mit Geschäftsleuten und Vermietern umfangreiche Verbesserungen des Urlaubsangebots vorgenommen. Ein Ergebnis sind zahlreiche allergikergeeignete Unterkünfte auf dieser ostfriesischen Insel.

"Ostfriesische Insel mit Hochseeklima"
heisst es gerne bei der Werbung für die Insel und manche(r) fragt sich, wieso die Insel Borkum Hochseeklima habe, die Nachbarinseln Norderney und Juist aber nicht.
Diese zweifelnde Frage ist tatsächlich nicht so ganz unberechtigt, denn auch Borkum ist zweifellos keine Hochseeinsel (das ist von den deutschen Inseln nur Helgoland). Aber das jodhaltige und pollenarme Reizklima ist wirklich sehr gesund. Und immerhin liegt Borkum ja auch wirklich ein paar Kilometer weiter draussen als die (übrigens wenig geliebte) schöne Schwester Norderney.

Strandpromenade der Nordseeinsel Borkum

Die 5000-Einwohner-Insel gehört zum Landkreis Leer (Ostfriesland) und ist immerhin die grösste der 7 Ostfriesischen Inseln. Seit 180 Jahren schon ist die Insel als Badeort bekannt und seit über 100 Jahren ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad mit zahlreichen Kureinrichtungen.

Fast alle Einwohner leben in der Stadt Borkum im Westen der Insel, so dass die übrige Insel den Badegästen und den Vögeln vorbehalten bleibt. Das Bild von Thomas Gasparini zeigt die Strandpromenade mit dem Neuen Leuchtturm aus dem Jahre 1879, der auch das Wahrzeichen der Insel Borkum ist.

Dieser Leuchtturm kann besichtigt werden - bei klarem Wetter bietet er einen grandiosen Blick über die ganze Insel bis zum 20 km entfernten Festland. Der Neue Leuchtturm ist 60 m hoch; Sie müssen die Stufen bis zur Aussichtsplattform nicht zählen - es sind 315 Stufen.

Das Heimatmuseum ist im Dykhus (= Deichhaus) untergebracht, einem sog. Gulfhaus, das noch bis 1958 bewohnt war. Die für Ostfriesland typischen Gulfhäuser vereinen Wohnräume, Stall und Scheune unter einem gemeinsamen Dach. Man erkennt diesen Baustil sofort an der asymmetrisch versetzten grossen Tür, durch die die Erntewagen ins Haus fahren konnten.

Beachtenswert ist wohl nicht zuletzt die dort dokumentierte Geschichte des Borkumer Walfangs einschliesslich eines 15 m langen Pottwal-Skeletts.

Der elektrische "Kleine Leuchtturm" auf der Nordseeinsel Borkum

Lebende Fische gefallen Ihnen besser? Dann können Sie das Nordsee-Aquarium Borkum besuchen. Es liegt direkt am Wasser, zwischen Kurpark und "Kleinem Leuchtturm", also im Westen der Stadt. Allerdings ist die Anlage sehr klein - wenn Sie 30 Minuten dort zubringen können, haben Sie sich seehhr viel Zeit gelassen . . .

Das Wellness- und Erlebnisbad "Gezeitenland“ ist eine tolle Alternative zum Baden in der Nordsee, falls das Wetter es mal nicht zulässt, echte Nordseewellen zu geniessen. Es ist in der Form eines Ozeandampfers erbaut und bietet Urlaubsvergnügen für die ganze Familie.
Fast selbstverständlich für so eine wichige Urlaubsinsel ist natürlich ein Kletterpark - direkt hinter dem Deich im Kurpark der Insel.
Surfen und Strandsegeln sind auch für die Zuschauer ein Erlebnis; wer's ruhiger mag, kann an einer vogelkundlichen Wanderung teilnehmen oder die Natur auf eigene Faust erkunden.

Unterkünfte gibt es zahlreich auf der schönen Insel und sie sind überwiegend keineswegs überteuert. Die Wege sind kurz und deshalb sind auch Ferienwohnungen im "Hinterland" auttraktiv -auch dann haben Sie nur wenige Hundert Meter bis zum Wasser.

Es gibt übrigens auf der Insel zwei Campingplätze: Der Campingplatz "Insel-Camping“ in der Hindenburgstraße (unmittelbar aum Stadtzentrum) ist sehr schön angelegt und vielfach ausgezeichnet - Camping mit Hotel-Komfort. Zum Wasser und dem hier enorm ausgedehnten Strand sind es etwa anderthalb Kilometer.
Noch ruhiger und naturverbundener ist der "Campingplatz Aggen" mehr im Osten der Insel. Wasser und Strand sind hier etwa 1 Kilometer entfernt.

Anreise:
Sie erreichen die Insel Borkum mit dem Flugzeug von Emden (Linienflüge 4- bzw. 5x am Tag, Kosten einfacher Flug 82,- Euro) oder mit der Fähre von Emden (Tagesrückfahrkarte Erwachsene für 19,40 Euro; eine Rückfahrkarte - die 2 Monate gültig ist - kostet 36,90 Euro; Stand der Information Januar 2017) oder Eemshaven (Niederlande).
Das Übersetzen auf die Insel mit dem PKW ist möglich, aber recht teuer und lohnt sich wohl kaum, da strikte Einschränkungen für private KFZ bestehen. Für stressfreies Reisen auf der Insel sorgen vielmehr Pferdefuhrwerke und vor allem die Borkumer Kleinbahn, die die wichtigsten Ortsteile der Insel tagsüber mindestens im Zweistundentakt anfährt.

Besonders empfehlenswert aber ist es, die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden: Insgesamt stehen Ihnen angeblich ca. 180 Kilometer Radweg zur Verfügung - ohne Parkplatzsorgen und direkt bis an den Strand..

Die Kurtaxe auf Borkum beträgt pro Erwachsenem ab 18 Jahren in der Hauptsaison pro Tag 3,50 Euro (Stand der Information 2017)

 
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